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Roisdorf - "oss Dörp"!

Herzlich willkommen bei den Heimatfreunden Roisdorf!

Sie finden hier allerhand Historisches und Aktuelles zu unserem Heimatort im Vorgebirge - und natürlich auch manches zu unserem Verein und seinen Aktivitäten.

Die ehemalige Obst- und Gemüseversteigerung in Roisdorf - ein akut gefährdetes Denkmal der Identität des Ortes Roisdorf, des Vorgebirges und der Region. Die Heimatfreunde kämpfen zusammen mit anderen initiatoren vor Ort für einen Erhalt der historischen Fassade einschließlich der ehemaigen Kantine, der heutigen "Marktscbänke", der letzten Gaststätte in Roisdorf.

Fassade heute

Fassade 1930er Jahre


4. Mai 2026:
"Initiativkreis - Roisdorf trifft sich" mit Bürgermeister Christian Mandt und dem Vertreter der Edeka

Am 4. Mai 2026 fand im Rathaus der Stadt Bornheim die Besprechung des von der Stadt so benannten „„Initiativkreises – Roisdorf trifft sich“ statt, zu der Bürgermeister Christian Mandt die Initiatoren aus der Roisdorfer Bevölkerung zum Erhalt und zur künftigen Nutzung der Fassade der ehemaligen Obst- und Gemüseversteigerung, samt der in sie integrierten Gaststätte „Marktschänke“, eingeladen hatte. Anwesend waren u.a. Vertreter der Roisdorfer Ortsvereine, der Ortsvorsteher und der Pächter der "Marktschänke", seitens der Stadt Bornheim der Technische Beigeordnete Robert Lehmann und die für Förder- und Projektberatung zuständige Judith Steinig-Lange sowie als Vertreter von EDEKA/ CEV Handelsimmobilien Günter Bock.

Ziel des Treffens war gemäß der Einladung: „Neue Perspektive für soziale Treffpunkte in Roisdorf zu entwickeln, Ideen für Orte der Begegnung sowie kulturelle Angebote zusammenzutragen.“

Das ausführliche Gespräch verlief konstruktiv und in sachlicher Atmosphäre. Erfreulich war dabei aus Sicht Roisdorfer Vertreter die verbindliche Aussage der EDEKA, dass der Pachtvertrag für die Marktschänke bis zum Jahresende 2026 bestehen bleibe. Gleichwohl war man von der insgesamt unflexiblen Haltung des Vertreters der EDEKA sehr enttäuscht, der einen Abriss der Marktschänke bereits im kommenden Jahr für unabwendbar bezeichnete, selbst geringfügige, einen Erhalt ermöglichende Planänderungen strikt als unrentabel ablehnte.

Der Technische Beigeordnete Lehmann stellte in einer Präsentation dar, dass der städtische Teil des Geländes, also der an die Marktschänke angrenzende ehemalige Eingangsbereich der Fassade und die dahinter liegenden Gebäude, in maroden und nicht erhaltenswertem Zustand seien. Die Alternative einer Verlagerung der Marktschänke oder die Einrichtung eines Roisdorfer Kultur- und Begegnungszentrums hinter der historisch wertvollen Eingangsfassade der Versteigerung wäre nach Auffassung der Initiatoren gleichwohl sehr zu begrüßen, Auch wenn eine damit verbundene Finanzierung unsicher erscheint, sollte sie doch als Option nicht aufgegeben werden. Generell über Möglichkeiten öffentlicher Förderung von Kultureinrichtungen im Ort informierte Frau Steinig-Lange.

Die Roisdorfer Initiatoren verabredeten im Anschluss an das Gespräch mit der Stadt und dem Vertreter der EDEKA, eine Petition an den Konzern zu richten, in der eine alle Seiten berücksichtigende Korrektur der Pläne gefordert wird. Man zeigte sich zudem gespannt auf die Vorlage detaillierterer Pläne des ehemaligen Versteigerungsgeländes durch Herrn Bock bei einem von der Stadt angekündigten weiteren Treffen des Initiativkreises in einigen Wochen, die vielleicht Lösungen für einen Erhalt der Marktschänke am bestehenden Ort, wenn auch in reduzierter Form, aufzeigen könnte.

Das letzte Wort ist in der Sache auf jeden Fall noch nicht gesprochen. Weitere konstruktive Schritte und Aktionen sollen erfolgen. Die Roisdorfer Initiatoren bleiben aktiv und setzen dabei auf den anhaltenden Rückhalt in der Roisdorfer Bevölkerung, wie er schon durch die überwältigende Beteiligung an den betreffenden Ausschusssitzungen der Stadt im März zum Ausdruck gebracht worden war.

Dem dringenden Anliegen der Roisdorfer Bevölkerung zuwiderlaufende Entscheidungen dürften für das Ansehen von Stadt und EDEKA auf jeden Fall alles andere als förderlich sein.

Bananenreiferei

Vorschlag einer Planänderung unter Berücksichtigung des Erhalts der Marktschänke

Roisdorfer Initiatoren

v.l.n.r.: Frank Koch vom Maiclub, Andrea Mey und Stephan Kempf von der Marktschänke, Ralf Schumacher Urheber der Online-Petition, Elmar Reiffert vom Gewerbeverein, Claudia Hänel vom Ortsausschuss, Dr. Ernst Gierlich von den Heimatfreunden, Ortsvorsteher Karl-Heinz Nauroth

11. März 2026:
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Stadt Bornheim


Das in der Presse angesprochene „Ringen" betrifft nicht nur die letzte verbliebene Gaststätte in Roisdorf, sondern nicht weniger die ganze, einst repräsentative Fassade der ehemaligen genossenschaftlichen Obst- und Gemüseversteigerung im Roisdorfer Rosental. Diese befindet sich heute in einem beschämenden Zustand. Zwei Drittel der Fassade sind dabei im Eigentum der Stadt Bornheim, ein Drittel gehört dem EDEKA-Fruchtkontor, einschließlich der Gaststätte Marktschänke. Nun steht angesichts von Planungen beider der Abbruch bevor und ganz Roisdorf ist in Aufruhr.

Nach Auffassung der Heimatfreunde Roisdorf besitzt das Ensemble auch nach dem Funktionsverlust des Geländes im Jahr 2025 jedoch einen hohen Denkmalwert. Das langgestreckte, zur Bahnstation Roisdorf hin ausgerichtete Gebäude, die markante Backsteinfassade aus den späten 1920er und 1930er Jahren, sie dokumentiert in einzigartiger Weise den Übergang von kleinbäuerlicher Direktvermarktung zu einer modernen, genossenschaftlich organisierten Agrarwirtschaft. Es bildet damit ein herausragendes Zeugnis der landwirtschaftlichen, wirtschaftlichen und verkehrsgeschichtlichen Entwicklung des Vorgebirges und des Rheinlands im 20. Jahrhundert.

Die Heimatfreunde Roisdorf haben sich daher im Januar 2026 mit einem ausführlichen mit Fakten begründeten Antrag an den Bürgerausschuss der Stadt Bornheim und an das zuständige LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland für die Unterschutzstellung eingesetzt. Eine Antwort auf das Schreiben haben die Heimatfreunde vom LVR-Amt bis heute nicht erhalten. Lediglich eine knappe ablehnende Stellungnahme hat die Stadt Bornheim und den Roisdorfer Gewerbeverein erreicht. Darin beruft man sich weitgehend auf die frühere Stellungnahme zu einem ähnlich lautenden Antrag der Bornheimer SPD-Fraktion des Jahres 2010.

Dieser Antrag des Jahres 2010 war an den zuständigen Bornheimer Fachausschuss für Denkmalangelegenheiten gerichtet worden und hatte ebenfalls zum Inhalt, die Fassade der Obst- und Gemüseversteigerung, einschließlich der ehemaligen Kantine, in die Denkmalliste einzutragen. Er wurde dort vorbehaltlich der damals erforderlichen Herstellung des Benehmens mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), einstimmig beschlossen. Der LVR indes lehnte damals dieses Benehmen ab. Heute, nach einer Novellierung des Denkmalschutzgesetzes, ist aber kein „Benehmen", sondern nur noch eine „Anhörung" des LVR notwendig, so dass die städtische Denkmalbehörde inzwischen frei in ihrer Entscheidung wäre.

Der neue Antrag der Heimatfreunde wurde am 11. März in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses beraten. Er war verbunden mit der Anregung einer vorläufigen Unterschutzstellung der Backsteinfassade einschließlich der Marktschänke, bis ein auf fachwissenschaftlicher Grundlage erstelltes Gutachten des LVR vorliegt. Hierzu ist diesem eine halbjährige Frist zu gewähren. Gleichwohl lehnte der Ausschuss die vorläufige Unterschutzstellung ab. Obwohl die EDEKA bislang noch keine Baugenehmigung hat, befürchten die Stadtverwaltung und der Bürgermeister Regressansprüche des EDEKA-Fruchtkontors, dies aufgrund bereits eingegangener Absprachen.

Der Bornheimer Ratssaal war wohl noch nie so gefüllt wie bei dieser Sitzung. An die 300 Bürger aus Roisdorf und Umgebung, denen vor allem der Erhalt der Marktschänke am Herzen liegt, waren Aufrufen hierzu u.a. in den sozialen Medien gefolgt, eine Online-Petition mit mehr als 2.000 Unterschriften war voraufgegangen. Sie waren dementsprechend enttäuscht von der ablehnenden Haltung der Stadt.

Immerhin scheint die Stadt Bornheim nun begriffen zu haben, worum es der Bürgerschaft geht. Es zeigten sich unabhängig von den denkmalrechtlichen Fragen gute Ansätze für einen erfolgreichen weiteren Weg. So kündigte der Bürgermeister erneute Gespräche mit der EDEKA für eine einvernehmliche Lösung an, zum anderen gab es neue Ideen für ein Kultur- und Begegnungszentrum im städtischen Teil der Anlage hinter dem stattlichen Haupteingang der Fassade, was nun umgehend in der Organisationsform eines Fördervereins, etwa eines „Roisdorfer Marktkontors", angegangen werden sollte.

Wir bleiben also dran!


Hier ein die Bedeutung der historischen Fassade der Versteigerung betonendes Statement des Roisdorfer Ortsvorstehers Karl-Heinz Nauroth [99 KB]

Eine ausführliche Darstellung der Entwicklung der Roisdorfer Obst- und Gemüseversteigerung und ihres Denkmalwertes finden Sie hier [4.260 KB] !

Bürgerspechstunde am 11. März

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