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Das Wappen des Paul von Rusdorf


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Das Wappen des Paul von Rusdorf

Wappen des Hochmeisters Paul von Rusdorf (+ 1441)

Hochmeister des Deutschen Ordens 1422 bis 1441

Das Wappen, wie es sich hier präsentiert, entspricht den Darstellungen, die in den Hochmeisterchroniken des Deutschen Ordens aus 16. und 17. Jahrhundert überliefert sind: Der Wappenschild ist vierfach geteilt und enthält im oberen heraldisch rechten (= linken) und im unteren heraldisch linken (= rechten) Feld das Amtswappen der Hochmeister des Deutschen Ordens, im oberen heraldisch linken (= rechten) und im unteren heraldisch rechten (= linken) Feld das Wappen der Familie Pauls, der ritterlichen Herren von Roisdorf. Paul selbst dürfte das Wappen noch nicht in dieser Anordnung geführt haben, vielmehr, wie dies von seinem Vorgänger Ulrich von Jungingen überliefert ist, sein Amtswappen und sein Familienwappen auf gesonderten, einander zugewandten Wappenschilden.
Das Amtswappen der Hochmeister bestand damals wie heute aus dem Wappen des Deutschen Ordens, einem schwarzen Kreuz auf weißem (nicht silbernem) Feld - angelehnt an die mit einem schwarzen Kreuz bestickten weißen Ordensmäntel - , das belegt war mit einem goldenen Kreuz als Zeichen der Hochmeisterwürde. Das goldene Kreuz war mit einem Herzschild, dem schwarzen Adler auf goldenem Grund, belegt, also dem angeblich vom Kaiser als besondere Auszeichnung verliehenen Reichswappen, und endete in goldenen Lilien, also den Symbolen des Königreichs Frankreich, die nach der Ordensüberlieferung in gleicher Weise vom französischen König verliehen worden waren.

Paul von Rusdorf nach der Chronik des Christian Hartknoch

Von den Mitgliedern der mit den Alfterer Herren verwandten ritterlichen Familie kennen wir aus dem 14. und 15. Jahrhundert eine Reihe mit Namen. So ist in Urkunden dieser Zeit z.B. der Ritter Gozwinus von Roysdorp bezeugt, ebenso Ritter Herrmann von Roisdorf, dessen Sohn Gumbrecht oder auch Hermanns Schwester Benedicta, die - wie weitere Frauen ihrer Familie - Klosterfrau in Merten an der Sieg war. Weiterhin kennt man Johannes, Tilman oder den erwähnten Phawin von Roisdorf. Überhaupt scheint der Name Phawin (Pawyn, Pawein) ein Leitname in der Familie gewesen zu sein, und es ist anzunehmen, dass Paul von Rusdorf eigentlich ebenfalls Phawin hieß, was dann in den Schriftquellen des Deutschen Ordens zu Paulus latinisiert bzw. in polnischen Quellen zu Pawel polonisiert wurde.
Paul ist allerdings der letzte für uns fassbare Vertreter der Roisdorfer Ritter. Mit ihm starb die Familie wohl in männlicher Linie aus oder aber sie benannte sich zumindest nicht mehr nach Roisdorf. Ihr Stammsitz, die Burg auf dem Donnerstein, wird um das Jahr 1600 unter dem Namen "Sterffelshof" als im Besitz der Herren von Wolff-Bergheimerdorf befindlich bezeugt. Diese residierten auf der nach ihnen benannten Wolfsburg, doch betrachteten sie sich aufgrund des Besitzes der damals bereits verfallenen Anlage als legitime Nachfolger der mittelalterlichen Herren von Roisdorf.

Das Wappen der Herren von Roisdorf wurde auf Initiative der Heimatfreunde vor einer Reihe von Jahren als Roisdorfer Ortswappen wiederbelebt und von der Bevölkerung geradezu begeistert angenommen. Es schmückt seither auf Ortsfahnen die Straßen Roisdorfs zur Großkirmes und anderen festlichen Gelegenheiten.

Mehr über Hochmeister Pauls von Rusdorf Leben und Wirken erfahren Sie hier!

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